2D-Seismik Nördliches Münsterland
Seismik Nördliches Münsterland
Warum im nördlichen Münsterland?
Die Region des nördlichen Münsterlandes bietet besonders viele Potenziale für die Nutzung von Erdwärme, auch Geothermie genannt. Darauf lassen vorhandene Geo-Daten schließen. Hier kommen im Untergrund Sandsteine aus der Zeit des Juras, der Kreide und der Trias vor. Zusätzlich zu den Sandsteinen liegen Kalkstein-Horizonte aus den Zeitaltern Perm, Trias und Jura sowie im südwestlichen Teil des Untersuchungsgebietes auch Kalksteine aus dem Karbon und Devon vor.
Die Kenntnis über das Vorkommen und die genaue Tiefe dieser Sand- und Kalksteine ist für die Nutzung der hydrothermalen Geothermie von Bedeutung. Denn diese Gesteine sind oft von Spalten und Hohlräumen durchzogen, die als natürliche Fließwege für warmes Tiefenwasser dienen können.
Wenn die Seismik-Untersuchungen die vermuteten Erdwärmepotenziale bestätigen, können Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen auf den Ergebnissen aufbauen und sie für ihre lokalen Projekte zur Wärmeversorgung für Fernwärme, Industrie und Gewerbe oder auch Gewächshäuser nutzen.
Seismik Nördliches Münsterland
Wo wird gemessen?
Drei Messlinien sind geplant, die zusammen rund 180 Kilometer Strecke umfassen. Sie verlaufen zwischen Geldern und Legden, Ahaus und Hopsten sowie zwischen Hopsten und Westerkappeln. Auf der Strecke wird ein Messtrupp mit 3 Vibro-Trucks im Einsatz sein. Die Messungen beginnen im Westen im Kreis Kleve und enden im Osten in Westerkappeln.
Seismik Nördliches Münsterland
Wann wird gemessen?
Die Messungen finden im vierten Quartal 2026 statt und werden etwa 7 bis 9 Wochen in Anspruch nehmen. Geplant ist derzeit, überwiegend nachts zu messen, um den aufkommenden Verkehr zu entlasten und die Datenqualität aufgrund des ruhigeren Umfeldes zu verbessern.